
Unsere Olivenbäume
Olivenbäume sind relativ anspruchlos; der junge Baum muss nach ca. 7 Jahren nicht mehr gegossen werden und braucht auch sonst wenig Pflege. Es ist die langlebigste Kulturpflanze und kann sogar Brände überstehen. Wenn er nicht mutwillig zerstört oder sonst beschädigt wird, ist der Olivenbaum praktisch unsterblich. Insgesamt gibt es auf Lesbos elf Millionen Olivembäume, viele davon mehrere Jahrhunderte alt. Die bedecken 28% der Insel.
Die Geschichte
Das Kultivieren der Olivenbäume auf Lesbos begann bereits am Ende des 15ten Jahrhunderts.
Nach dem "Grossen Frost" von 1850, der viele Bäume zerstörte, wurden junge Olivembäume in grossen Mengen von Kleinasien importiert und grossflächig gepflanzt. Die Ausbreitung der Olivenbäume auf der Insel und dadurch auch die Olivenöl Produktion stiegen dadurch signifikant; Ende des 19ten Jahrhunderts wurden in etwa 10 Millionen Kilogram pro Jahr produziert.
Die ersten Olivenpressen verwendeten grosse runde Malsteine, die von Lasttieren gedreht wurden. Diese wurden gegen Ende des 18ten Jahrhunderts von mechanischen Pressen ersetzt, die initial mit Dampf, später dann mit Diesel und letztlich Strom betrieben wurden. Die höhere Kapazität reduzierte die Lagezeit zwischen Ernte und Pressung und verbesserte dadurch die Ölqualität.
In der "goldenen Ära" von Lesbos (Ende 19es - Anfang 20es Jahrhundert) nahm der Export von Olivenöl und Seife massiv zu, wodurch die Insel an geopolitischer Bedeutung gewann und zum Wohlstand kam. Derzeit liegen viele Olivenhaine auf der Insel brach und werden nicht mehr bewirtschaftet, weil Arbeitskräfte fehlen und Gewinnspannen zu klein geworden sind.


Unsere Haine
Unsere Olivenhaine befinden sich sowohl südöstlich, um die Bucht von Gera als auch in der Nähe von Molivos, auf dem nördlichen Teil der Insel. Auf insgesamt 14 Hektar werden ca 2000 Olivenbäume gepflegt.
Alle Felder werden rein biologisch bewirtschaftet. Neben den traditionellen Sorten Adramitini und Kolovi wachsen ca 250 wilde Olivenbäume.


